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Mitarbeiterbindung: Loyalität ist keine Einbahnstraße

Auch während  konjunktureller Hochphasen im Zeitraum 1970 – 2000 war immer die Rede von einem Arbeitgebermarkt. Die starken Geburtsjahrgänge (Babyboomers: Nach deutscher Zählung ab Jg. 1955) kamen auf den Arbeitsmarkt. Es fand jederzeit ein Verdrängungswettbewerb statt. Arbeitgeber kannten es nicht anders, dass sie „für jede zu vergebende Position“ aus 10 guten Kandidaten auswählen konnten. Der Arbeitnehmer kam sich stets ein wenig unterwürfig vor. Er zog schließlich „den Kürzeren“. Einmal an Bo
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Zufrieden, aber insgeheim wechselwillig: Bisweilen jeder Zweite offen für neuen Job

Zwei mittelständische Unternehmen in NRW. In der einen Firma habe ich ein Teamtraining im November und Dezember 2017 durchgeführt. Den anderen Arbeitgeber habe ich Januar 2018 im Rahmen einer Nachfolgefrage beraten. Beide waren mit schmerzhaften Personalabgängen konfrontiert. Die Unternehmen waren sich bewusst, dass sie in Führungsfragen Nachholbedarf vorwiesen. Gleichwohl haben sie dieses Thema nie zu sehr ernst genommen. Im einen Fall hat die Geschäftsführungsebene Restrukturierungen (keine Kü
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Behauptung: Digitalisierung zerstört 3,4 Millionen Stellen

Am vergangenen Freitag war es dann soweit. Die FAZ platzierte die Aussage des IT-Brancheverbandes prominent auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils. Natürlich ist die Aussage nicht neu. Nicht in diesem Jahrhundert und nicht seit dem Begriff Produktion 4.0. Ist sie aber richtig? Da wir – bekanntlich – immer nur die Vergangenheit kennen, aber nicht die Zukunft, ist die Behauptung grundsätzlich mit Unwägbarkeiten verbunden. In diesem Fall ist das Wort „spekulativ“ nicht unbegründet. Die Reaktion
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„Keine Arbeitslosen“: Busunternehmen finden keine Fahrer mehr

Zwei Nachrichten ziehen an diesem Sonntag meine Aufmerksamkeit auf sich. In Deutschland gibt es 103.000 Busfahrer – aber keinen Nachschub. Und bei n-tv wird davon berichtet, dass die Paletten-Industrie die Nachfrage nicht länger abdecken kann. Man muss kein Prophet sein um zu sehen, dass heute über die Busfahrer geschrieben wird, morgen über die Klempner, die Sanitär- und Heizungstechniker und übermorgen über die Lokführer und Mechatroniker. Dass wir gestern bereits einen Pflegenotstand sahen is
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Beschäftigungsrekord mit Schönheitsfehler – Überraschendes Ergebnis!

Wer die FAZ am 3. Januar aufmerksam gelesen hat, fand diese Überschrift gleich auf der ersten Seite des Wirtschaftsteils. Natürlich rief die Aussage des „Schönheitsfehlers“ Fragen hervor. Wohl von der FAZ gewollt, war die Neugierde geweckt, sich mit dem Beitrag zu befassen. Persönlich habe ich die Zeilen überflogen in der Erwartung dass ich einen Hinweis finden würde auf lauernde Gefahren wie: Handelsüberschuss: Deutschland investiert nicht genug und der Boom wird abebben Langzeitarbeitslose: Si
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Maslow reload – Zeit oder Geld?

Die Realität des Fachkräftemangels wurde gern mit dem Argument von der Hand gewiesen, dass die Löhne nicht steigen würden. Arbeitskraft wird in dieser Argumentation angesehen wie Platin, Öl oder auch Sojabohnen. Die Nachfrage nach Mitarbeiter nimmt zu… also steigen die Gehälter. Dieses Denken stammt aus 1776 als Adam Smith mit seinem Buch „Wohlstand der Nationen“ versuchte zu erläutern wie Angebot und Nachfrage zusammenhängen. Wer die FAZ vom 30. Dezember vorliegen hat, wird eines Besseren beleh
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Das umgekehrte Pareto-Prinzip: Unternehmertum – die neue Sicherheit?

Seit vielen Jahren bin ich der Ansicht, dass Unternehmertum eine größere Sicherheit bietet als das Angestelltenverhältnis. Wer mit Mitte dreißig bis Ende vierzig gezwungen wird, sich neu zu orientieren, nimmt die Herausforderung sportlich auf. Wenn mal eine „fünf“ geschrieben ist, ändern sich die Spielregeln gerade – dennoch haben sich die Wenigsten den unfreiwilligen Neu-Anfang gewünscht. Häufig stehen die nun gestandenen Persönlichkeiten mit Berufs- und Lebenserfahrung vor der Fragestellung wi
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Teamtraining – mit den richtigen Teilnehmern?

In der Woche vor Weihnachten fand Teamtraining Tag 2 statt. Der erste Tag: Ende November. Der Auftrag kam über eine Empfehlung. Beim Intake-Gespräch im November wurde mir die Zielsetzung kundgetan. Das Team hätte sich quasi halbiert. Acht Mitarbeiter aus dem Team hatten im Jahr 2017 das Unternehmen verlassen. Die Gründe schienen plausibel… und doch! Es machte sich eine Verunsicherung bei den Übriggebliebenen breit. Verpasse ich etwas? Bin ich blöd, weil ich bleibe? Die Aufgabenstellung: Das „Wir
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Weihnachtsgedanken über den Reichtum unseres Potenzials und die Überraschungen des Lebens

Wenn wir über 2018 nachdenken, kommen uns Bilder in den Sinn. Wer positiv über seine Zukunft nachdenkt, greift meistens auf seine besten Erlebnisse aus der Vergangenheit zurück. Das ist logisch, denn etwas anders kennen wir nicht. Gleichzeitig ist es begrenzend. Das war nicht immer so. Als Kind waren wir gerade begeistert vom Unbekannten. Groß werden konnte nicht schnell genug gehen. Damit verbanden wir Erlebnisse die wir bis dahin nicht gesammelt hatten. Das Leben war ein Abenteuer. Aufwachsen
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Die Unbeholfenheit der Interpretation der Digitalisierung für den Arbeitsmarkt

Als ich heute die Süddeutsche Zeitung las, konnte ich meine Augen nicht glauben. Das Thema „Digitalisierung“ bewegt – bekanntlich – seit vielen Jahren. Zunächst in der Industrie, und zwar seit den 50er Jahren. Seit wenigen Jahren ist fand dieses Thema eine Weiterführung unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ (oder Produktion 4.0). In diesem Zusammenhang wurde auch vermehrt gefragt, welche die Konsequenzen für den Arbeitsmarkt wären. Und hier sind wir – seit heute (meine Interpretation) wieder zurüc
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